Das Baugrundstück stellte sämtliche Projektbeteiligte vor einzigartige architektonische und städtebauliche Herausforderungen. Das steil abfallende Terrain, das über Jahre hinweg brachlag und überwuchert blieb, erwies sich als unkonventionelle, aber reizvolle Basis für ein zukunftsweisendes Vorhaben. Initiiert vom Eigentümer eines benachbarten Bestandsgebäudes, der oberhalb des Grundstücks residiert, lädt diese Brache dazu ein, modernen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig das angrenzende Plateau um zusätzliche Nutzflächen zu bereichern.
Das Konzept sieht einen in den Hang integrierten Baukörper vor, dessen einseitig und südausgerichtete Nutzräume das Spiel von Licht und Schatten meisterhaft nutzen. Die Dachebene entfaltet sich als lebendige Grünfläche und erweitert so den Freiraum des eingegliederten Nachbargrundstücks – ein gelungener Dialog zwischen integriertem Bauen und natürlichem Raum. Das dreistufige Grundrisslayout verlangt eine ausgeklügelte Einteilung, die den unterschiedlichen Lichteinflüssen und resultierenden Raumqualitäten gerecht wird und so eine dynamische Funktionalität und Atmosphäre erschafft.
Der Entschluss, den Baukörper versenkt zu realisieren, brachte umfangreiche Anforderungen an die Baugrubensicherung mit sich. Diese forderten präzise Planungsentscheidungen sowie eine sorgfältig kontrollierte Budgetierung – ein praktisches Beispiel für die harmonische Verbindung von technischer Expertise und künstlerischer Vision in einem anspruchsvollen städtebaulichen Kontext.